Bioeconomy Austria
BIOS Science Austria und die Österreichische Vereinigung für Agrar-, Lebens- und Umweltwissenschaftliche Forschung (ÖVAF, www.oevaf.at) haben im Jahr 2015 mit der Gründung der Initiative Bioeconomy Austria (www.bioeconomy-austria.at) einen weiteren Schritt gesetzt, um die nationalen bioökonomischen Entwicklungen in Österreich zu forcieren und voranzutreiben. Diesbezüglich wurde von den beiden Institutionen auch ein Memorandum of Understanding ausgearbeitet und unterzeichnet.
1.1.1 Innovation
Ob Einkaufssackerln aus Bioplastik, enzymgewaschene Vintagejeans, Medikamente aus Biowirkstoffen oder Bio-Kerosin aus Abfällen bei der Zuckerrohrverarbeitung – all diese Produkte stammen aus dem Innovationsbaukasten der Bioökonomie. Nur durch den Einsatz innovativer Verfahrenslösungen, der effizienten Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen sowie der Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft als ein vollständig vernetzter „Organismus“ wird es möglich sein, die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen.
1.1.2 Kreislauf
Bioökonomie ist integraler Bestandteil einer zukünftigen Kreislaufwirtschaft. Sie ist darauf ausgerichtet, Güter nach ihrem Gebrauch wieder dem Wertschöpfungskreislauf zuzuführen und so zur Basis für die Produktion neuer Gebrauchsgegenstände zu machen. Bestandteile von Gütern biogenen Ursprungs, deren stoffliche Nutzung nicht mehr möglich ist, können problemlos energetisch
genutzt werden, ohne zusätzliches CO2 zu emittieren. Grundsätzlich stehen die Abfallvermeidung, die Steigerung der Recycling-Fähigkeit von Gütern sowie die Gewährleistung der biologischen Abbaubarkeit von Verbrauchsgütern im Vordergrund. Bioökonomie liefert dabei die notwendigen Innovationen und die wirtschaftliche Solidität, um die Kreislaufwirtschaft zu realisieren, indem biobasierte Materialien in den Kreislauf eingebracht und die vollständige sowie hochwertige Verwertung von Rohstoffen gewährleistet wird.
1.1.3 Wirtschaft
Vom Rohstoff bis zum Hightech-Produkt betrifft Bioökonomie die gesamte Wertschöpfung und macht die übergreifende Integration und Vernetzung der Sektoren notwendig. Bioökonomie führt heute noch weitgehend getrennt agierende Wissenschafts- und Wirtschaftsfelder zusammen. Dies wird die österreichische Wettbewerbsfähigkeit stärken und Österreich dabei unterstützen, sich als Bio-Innovation Leader zu etablieren. Bioökonomie stärkt die Wirtschaft, steigert die Wertschöpfung, schafft Arbeitsplätze und unterstützt die schrittweise Transformation unseres Wirtschaftssystems von fossiler Wirtschaftsweise in Richtung nachhaltige Entwicklung.